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Valerie Tscheplanowa

Valerie Tscheplanowa

Valerie Tscheplanowa spielt in der Inszenierung von Ulrich Rasche „Die Perser“. Salzburger Landestheater, weitere Vorstellungen am 20., 21. sowie 23.-27.8.; www.salzburgerfestspiele.at. Ab 28.9. im Schauspielhaus Frankfurt/Main, www.schauspielfrankfurt.de 

Die Salzburger „Perser“ sind nun ein moralischer Exzess, fast eine Predigt. Die zart verzweifelnde Tscheplanowa, die höhnisch auftrumpfende Bürkle und die zornig einherstampfende Ziolkowska zerdehnen die Worte des Textes, als wollten sie der Welt die Botschaft des Stücks ein für allemal ins Gewissen hämmern. Aus den Kehlen der Männer wird mit Ach und Weh das Einmaleins der Todesarten und die Namensliste der ermordeten Heerführer geröhrt.

Und doch muss man schon sehr kaltherzig sein, wenn man sich von diesen Salzburger „Persern“ und ihren drei großartigen Hauptakteurinnen im Zentrum nicht immer wieder ergreifen lässt. Weil sie auf hinreißende Weise lehren, was kurz vor Schluss der Heimkehrer Xerxes stellvertretend für alle kämpfenden Männer schreien darf: Krieg ist „das nackte Elend“. (Spiegel vom 19.08.18)

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